Bedürfnissnachweis

SCHÜTZENVEREIN EISEMROTH

Ralf   S o m m e r

  1. Vorsitzender

 

Liebe Schützenkameradinnen, liebe Schützenkameraden,

wegen behördlicher Prüfungen wende ich mich heute an Euch, vor allem aber an die die Vereinsmitglieder mit Waffenbesitzkarte. Im Vordergrund der amtlichen Kontrollen steht dabei das Bedürfnis der Schützen für scharfe Schusswaffen. Die Schützenvereine sind dabei für den Nachweis eines Bedürfnisses in einer besonderen Pflicht, allen voran die 1. Vorsitzenden.

In Deutschland ist der „Erwerb und Besitz von Schusswaffen und Munition durch Sportschützen“ im § 14 des Waffengesetzes (WaffG) geregelt. Da der Gesetzestext doch recht verständlich ist, habe ich ihn unten beigefügt.

Dieser Paragraph regelt zunächst die persönlichen Voraussetzungen, wie Mindestalter, sittliche Reife und mögliche Waffenarten 1). Danach wird für den Antragsteller einer WBK Punkt für Punkt festgelegt, was für das Bedürfnis an Schusswaffen und Munition nötig ist:

Die persönlichen Voraussetzungen nach 1) .

  1. Die Mitgliedschaft in einem Schützenverein, der einem anerkannten Verband angehört.
  2. Der anerkannte Verband bescheinigt dem Schützen (Antragsteller), dass er

– seit mindestens 12 Monaten den Schießsport in einem Verein regelmäßig als  Sportschütze betreibt und

–  dass die zu erwerbende Waffe für eine Sportdisziplin nach der Sportordnung

des Verbandes zugelassen und erforderlich ist2)

Für weitere Waffen gelten zusätzliche Voraussetzungen, also höhere Anforderungen.

Der Hessische Schützenverband verlangt für seine Bescheinigung nach 2) eine Bestätigung der Vereine.

Die Vereinsbestätigung muss von dem 1. Vorsitzenden unterschrieben sein. Sie ist rechtlich verbindlich und hat die Wertigkeit einer Urkunde. Daher greifen bei einer falschen Bestätigung die Urkunds-Paragraphen des Strafgesetzbuches, wie Falschbeurkundung pp.

Zur weiteren Kontrolle muss die Bestätigung dem Verband über den Kreisschützenmeister (mit dessen Stellungnahme, Zustimmung oder Ablehnung) vorgelegt werden.

Die öffentlichen und politischen Diskussionen zu Sportwaffen nach Gewaltdelikten machen den Waffenbesitz zu einem hochsensiblen Thema. In verschiedenen Vorstanssitzungen haben wir uns damit beschäftigt. Es besteht Einmütigkeit, dass man seitens des Vereins Selbstkontrolle, verantwortungsbewusste Bewilligung und strenge Bedürfnisprüfung in Bezug auf scharfe Waffen haben will.

Ich darf Euch deshalb um Verständnis bitten, dass ich keine unrichtige

Bestätigung des Vereins  für die WBK, also den Erwerb und Besitz scharfer Schusswaffen, unterschreiben werde.

 

(Ralf Sommer)  im März 2015

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